English Deutsch Italiano
Schrift verkleinern Schriftgröße ändern Schrift vergrößern

Portal Karte

Bitte wählen Sie

Romanisches Erbe

Suchen Sie nach Romanischem Erbe in der ausgewählten Region.

Veranstaltungen

Suchen Sie nach Veranstaltungen in der ausgewählten Region.

Kunst Lesungen
Ausstellungen Andere
von: bis:

Neuigkeiten / Über uns / Aktuelles
Diese Seite drucken


Beratungsforum der Kulturrouten des Europarats am 30. und 31. Oktober 2014 in Baku.

Kulturrouten des Europarats: Kulturtourismus für den interkulturellen Dialog und soziale Stabilität.

 

 

 

Das Beratungsforum der Kulturrouten des Europarats 2014 wurde zusammen vom Ministerium für Kultur und Tourismus der Republik Aserbaidschan, dem Rat des erweiterten Teilübereinkommens für Kulturrouten (EPA) und dem Europäischen Institut der Kulturrouten (EICR) organisiert. Die Veranstaltung wurde von Abulfas Garayev, dem Minister für Kultur und Tourismus der Republik Aserbaidschan, und Snežana Samardžić-Marković, der Generaldirektorin für Demokratie des Europarats, eröffnet. Der stellvertretende Minister Sevda Mammadaliyeva hielt die Abschlussrede des Forums.

 

Die Ergebnisse des Forums, die von den Teilnehmern am Ende der Sitzung zusammengetragen wurden, wurden in der Baku Deklaration festgehalten, welche Bilanz zieht aus den Erfolgen seit dem Forum 2013 und neue Ziele für zukünftige Aktivitäten der Kulturrouten des Europarats setzt. Der gegenseitige Austausch und die Diskussionen in den Workshops tragen zu weiterem Fortschritt bei und werden helfen, neue Strategien für die Zukunft zu identifizieren und auszuarbeiten.

 

Vertreter der 29 vom Europarat verifizierten Kulturrouten und Anwärterprojekte aus ganz Europa, Vertreter der Mitgliedsstaaten der erweiterten Teilübereinkommens (EPA), internationale Organisationen (Europäische Union, UNWTO, OECD, ICOMOS), NGOs, Vertreter lokaler und regionaler Ämter, Universitäten und Experten im Bereich Kulturtourismus nahmen am Forum teil.

 

Aus den vier Workshops des Forums gingen konstruktive Ergebnisse und Handlungsvorschläge hervor, welchen man in den 12 Monaten bis zum nächsten Beratungsforum 2015 in Aranjuez (Spanien) nachgehen wird.

 

 

Kulturrouten als Vektoren interkulturellen Dialogs. Die Teilnehmer betonten, dass die freiwillige Teilnahme eine Voraussetzung für den interkulturellen Dialog ist. Des Weiteren hoben sie die Wichtigkeit direkter Erfahrungen und des Tourismus als Unterstützer der Zugänglichkeit zu Erfahrungen, da er authentischen und uneingeschränkten Kontakt zwischen Gast- und Gastgeber-Gemeinschaft ermöglicht, hervor.

 

Kulturrouten als treibende Kraft für nachhaltige soziale und wirtschaftliche Entwicklung. Die Teilnehmer empfahlen, dass Kulturrouten das Bewusstsein der Einwohner und lokaler Betriebe in Bezug auf den kulturellen und wirtschaftlichen Wert ihres Erbes stärken sollten und ihnen somit ermöglichen, der Hauptförderer ihrer eigenen Kultur zu werden. Sie zogen außerdem in Betracht, dass der Dialog zwischen den Kulturrouten des Europarats und lokalen und globalen Betrieben durch kreative Plattformen gefördert werden sollte; und der Dialog zwischen den Routen und Forschungs- und Entwicklungsinstituten auf einem transnationalen, mehrstufigen Ansatz basieren sollte.

 

Kulturrouten als aufklärerische Werkzeuge zum Verständnis vergangener Konflikte, zum Abbau von Spannungen und zur Förderung friedlichen Zusammenlebens. Die Teilnehmer des Workshops erkannten, dass Kulturrouten das Potential besitzen Orte zu schaffen, in denen interkultureller Dialog aufblühen und Frieden, durch die Förderung sozialer Gerechtigkeit, von Menschenrechten, wirtschaftlicher Gerechtigkeit, nachhaltiger Entwicklung und Demokratie, erhalten werden kann. Sie schlugen vor, dass sich die Kulturrouten des Europarats an bildenden Aktivitäten zum Thema Europäische Geschichte, Konflikte mit einbezogen, beteiligen sollten. Des Weiteren riefen sie die Teilnehmer der Minister-Konferenz für Kultur und Tourismus, welche zusammen von der UNESCO und der UNWTO (Cambodia, Februar 2015) organisiert wird, dazu auf, die Wichtigkeit der Kulturrouten für die Förderung interkulturellen Dialogs zu berücksichtigen und schlugen vor, „Kulturrouten für Frieden" als Thema für das nächste Welt-Forum über interkulturellen Dialog (Baku, Mai 2015) in Betracht zu ziehen.

 

Kulturrouten als Beschützer des Europäischen Vermächtnisses und lebendiger Geschichte. Die Teilnehmer dieses Workshops erinnerten an die Rolle der Kulturrouten als Medium Generationen übergreifender Vermittlung von Erinnerungen und Geschichten und die damit verbundene Möglichkeit, die Europäische Geschichte von verschiedenen Standpunkten des Zeugen- Erben-Netzwerks aus zu erzählen. Sie ermutigten die Kulturrouten dazu, Instrumente kulturellen Dialogs und Ausgleichs zu sein und empfahlen, die Erstellung von Plattformen (durch Forschung, Bildung, Firmen und neuen Technologien) um die Koproduktion lebendiger Erinnerungen zu fördern. Unter Hervorhebung der Bedeutung der Förderung eines aufbauenden Ansatzes schlugen die Teilnehmer das gemeinsame Identifizieren und Bereitstellen von Inhalten durch die Gemeinden vor, und dass das Teilen von Inhalten der Kulturrouten auf verschiedenen Wegen durch sich aktiv engagierende Gemeinden, wie zum Beispiel Festivals und Events, basieren sollte. Informative und interaktive Ansätze sollten einen Ausgleich zwischen materiellem und immateriellem Erbe schaffen und bestehende Stereotypen in Frage stellen um gemeinsame Europäische Geschichten und Nationalitäten aufzuzeigen.

 

 

 

All diese Workshops betonten die Bedeutung der Beteiligung junger Generationen und folglich auch der Kulturrouten in Bezug auf das Entwickeln aktiver Bildungsprogramme, Tourismusprodukte und Capacity-Building-Programmen, die sich vor allem an eine jüngere Zielgruppe richten; sowie attraktivere und relevantere, durch neue Technologien ermöglichte, Kommunikationsmittel.

 

Während des Forums haben die Kulturrouten eine Arbeitsgruppe zur Förderung der Kooperation und Synergie ins Leben gerufen.