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Dom St. Stephan und St. Sixtus mit Domschatz - Halberstadt


  Der Ursprung der Entwicklung Halberstadts hin zur wichtigsten Stadt am Fuße des Harzes war eine karolingische Missionsstation. Ein Bischofssitz wurde um das Jahr 804 gegründet. Der Grundstein der nach französischen Vorbildern errichteten eleganten gotischen Kathedrale wurde um 1230 geleg.
Einige romanische Werke sind noch heute erhalten, vor allem das Taufbecken aus Marmor. Das wichtigste Kunstobjekt in der Inneneinrichtung ist das um 1220 hergestellte Triumphkreuz. Die Schatzkammer der Kathedrale verfügt über eine der wertvollsten Sammlungen mittelalterlicher Kunst. Drei romanische Wandteppiche und ein byzantinisches Konsulardiptychon können hier nur beispielhaft genannt werden.


  • loupe

    Geschichte

    • Dom St. Stephan und St. Sixtus mit Domschatz - Halberstadt   Der Ausgangspunkt für die Entwicklung Halberstadts als eine der wichtigsten Städte am Fuße des Harzes war eine Station karolingischer Missionare. Den Überlieferungen zufolge wurde es in Osterwieck, welches zum damaligen Zeitpunkt noch Seligenstadt hieß, 780 von Karl dem Großen gegründet und um 800 hier nach Halberstadt verlegt. St. Stephan wurde der Schutzheilige.

      Nach dem Jahre 802 (oder spätestens 827) gab es hier einen Bischofssitz, der für die nachfolgenden Jahrhunderte die Geschichte Halberstadts bestimmte. Bereits unter dem Angel-Sachsen Haimo (840-853) war es eines der wichtigsten Bistümer in Sachsen. Ab dem Jahre 989 hatte das Bistum fast alle souveränen Rechte. Das Zentrum der Stadt und des Bistums war die Kathedrale, das ottonische Gebäude, welches im Jahre 992 gesegnet wurde und schon bald von mehreren Kirchen umgeben war. Die städtische Gemeinschaft blieb jedoch noch lange im Schatten. Erst im Jahre 1108 gibt es erste Anzeichen einer Stadt.
      Während des 12. Jahrhunderts trieb die strenge Verpflichtung des Bischofs gegenüber dem Papst die Stadt in eine Amtskrise. In der entscheidenden Schlacht in Welfesholz, kämpfte Bischof Reinhard an der Seite sächsischer Prinzen und Fürsten. Im Jahre 1179 eroberte Heinrich der Löwe die feindliche Stadt und hinterließ sie als Ruine.
      Im späten Mittelalter gewann das Bürgertum mehr Einfluss und konnte seine Rechte gegenüber dem Bischof und der Kirche durchsetzen. Während protestantische Gottesdienste schon im Jahre 1521 in der St. Martins Kirche abgehalten wurden, folgten der Bischof und die Kirche dem protestantische Glaube bis zum Jahre 1591 vorerst nicht. Das Bistum blieb an seinem Platz wurde aber nach dem Dreißigjährigen Krieg zu einem nichtkirchlichen Fürtentum des Kurfürstentums Branderburg ernannt.
      Heutzutage ist die Kathedrale und ihr Domschatz unter Obhut der Domstiftung Sachsen-Anhalts und wird von der protestantischen Kirchengemeinde Halberstadts genutzt.

      Chronologie

      800 Missionarstation wird nach Osterwieck (Seligenstadt) verlegt
      after 802 / 827 Einsetzung eines Bischofs
      859 Segnung der Karolingischen Kathedrale
       965 - 992 Errichtung der ottonischen  Kathedrale
       1179 Zerstörung der Kathedrale und Stadt durch Heinrich dem Löwen
       1220 Weihung der wieder aufgebauten Kathedrale
      before 1239 - 1491 Bau des Gotischen Doms in vier Etappen
       1591 Reformation
       1810 Auflösung des Domkapitels, und Renovierungsarbeiten
       1945 Schwere Schäden durch Bomben
       1946 - 1956 Wiederaufbau

  • loupe

    Architektur und Innenausstattung

    • Dom St. Stephan und St. Sixtus mit Domschatz - Halberstadt Die Missionskammer des frühen 9. Jahrhunderts wurde bei Ausgrabungsarbeiten unter dem heutigen Dom entdeckt. Als Kirche des Bistums wurde sie erweitert, aber schon bald durch ein neues Gebäude ersetzt, welches im Jahre 859 geweiht wurde; eine dreigängige karolingische Basilika mit einem Querschiff, einer Vorderseite im Westen und einem Altarraum im Osten, umgeben von einer ringförmigen Krypta. Im Jahre 965 stürtzte das Gebäude ein, wurde jedoch sofort wiederaufgebaut. Das ottonische Gebäude, welches in Konkurenz mit dem Magdeburger Dom errichtet wurde, wurde im Jahre 992 eingeweiht. Infolge der Zerstörung durch ein Feuer "Heinrich des Löwen" kam es zur Restauration und zum Bau des Kreuzgewölbes. Aber schon kurz nach der Neu-Einweihung im Jahre 1220 wurde der Grundstein des heutigen Gotischen Doms gelegt. Der Bau erfolgte in vier Stufen und dauerte bis ins Jahr 1491 an. Der älteste Teil des Gebäudes ist die westliche Front, die noch aus der Zeit der ottonische Kathedrale aus dem Jahr 1250 stammt. Das Design folgte dem Burgundisch-Zisterzinischen Stil. Nach einer Veränderung des Originalplans ersetzten die drei westlichen Erker des Hauptschiffes die ottonische Westfront, die Dimensionen blieben jedoch erhalten.
      Die Stil wurde von nun an durch die Hoch-Gotik dominiert, die dem französischen Modell (nach 2150, vor 1317) folgte. Nachdem der Bau des Gebäudes nach Osten hin mit dem Bau der St. Marys Kapelle weitergeführt wurde, wurde der Chorraum mit dem östlichen Erker des Hauptschiffes, dem Querschiff und dem Kreuzgewölbe abgeschlossen. Über zwei Jahrhunderte lang hielten sich die Erbauer an den Hoch-Gotischen Plan und erschufen so eine durchweg schöne Kathedrale. Spätere Erweiterungen betrafen hauptsächlich die Dekoration. Das 19. Jahrhundert brachte ein paar Erneuerungen mit sich, wie z.B. der Abriss und Wiederaufbau der höchsten Etage des Turms 1882-1896.
      Im Jahre 1945 wurde der Dom durch Bombeneinschläge schwer beschädigt. Diese Beschädigungen wurden jedoch von 1946-1956 repariert. Seitdem gab es weitere Renovierungen und Wartungsarbeiten.

      Der Dom besitzt Dekorationen, die über Jahrhunderte geschaffen wurden, und die sich in einer hervorragenden Qualität und Quantiät auffinden lassen, wie z.B. Ornamente, Stein- und Holzfiguren, Altäre, Bilder, Metallverzierungen und Grabmäler. Die Hauptbauzeit war das späte Mittelalter. Der monolitische Kalkstein-Sarkophag von Bischof Bernard (968) im Chorraum, wurde aus der ottonischen Kathedrale übernommen. Aus der zeit der Romanik ist das Taufbecken aus Marmor aus der Rübrland Region erhalten geblieben, welches von Bischof Gardolf im späten 12. Jahrhundert gestiftet wurde.

      Heutzutage zählen das neue Domkapitel, die alte Sakristei und das Refektorium zu den wertvollsten Schätzen des Mittelalters.
      Die Sammlung von Messgewändern, Reliqiuen, Staturen, Altargemälden und liturgischen Handschriften datieren zurück bis ins 10. Jahrhundert. Zu den einzigartigsten Arbeiten zählen die Romanischen Gobelins und eine Bizantinische Patene.

  • loupe

    Events

    • 2. Talk im Domschatz in Halberstadt
  • loupe

    Führungen

    • Montag 11:30 Uhr und 14:30 Uhr (nur Dom)

      Nov.-April:
      Dienstag bis Sonntag 11:30 Uhr und 14:30 Uhr (Dom und Domschatz)

      Mai-Okt.:
      Dienstag bis Freitag
      10:00 Uhr und 14:00 Uhr (nur Domschatz)
      11:30 Uhr und 15:30 Uhr (Dom und Domschatz)
      Samstag/Sonntag/Feiertag
      11:30 Uhr und 15:30 Uhr (Dom und Domschatz)
      14:00 Uhr (Domschatz)

      Führungsdauer
      Dom und Domschatz: ca. 90 Minuten
      Nur Domschatz: ca. 60 Minuten

      Führung durch Dom und Domschatz:
      4,00 € pro Person

      Elektronischer Guide
      Auf 36 Geräten ist die Führung in deutscher und in englischer Sprache abrufbar.


Gebäude

Domplatz 16 a
38820 Halberstadt
Deutschland
++49(0)3941-24 23 7
E-Mail
Website

Organisation:

Domplatz 16 a
38820 Halberstadt
Deutschland
++49(0)3941-24 23 7
E-Mail
Website

Tourist Information:

Hinter dem Rathause 6
38820 Halberstadt
Deutschland
++49(0)3941-55 18 15
E-Mail
Website


Highlight Kathedralen

Öffnungszeiten:

April - Oktober
Montag - Samstag: 10.00 - 17.30 Uhr
(Montags nur Dom)
sonn-/ feiertags: 11.00 - 17.30 Uhr
November - März
Dienstag - Samstag: 10.00 - 16.00 Uhr
sonn-/ feiertags: 10.00 - 16.00 Uhr

Dom und Domschatz sind Heiligabend (24.12.) und Silvester (31.12.) geschlossen.


Dom St. Stephan und St. Sixtus mit Domschatz - Halberstadt

Dom St. Stephan und St. Sixtus mit Domschatz - Halberstadt