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Schloss Neuenburg - Freyburg


Hoch über dem Winzerstädtchen Freyburg, am östlichen Ufer der Unstrut, thront die Neuenburg. Diese mächtige Talrandburg wurde um 1090 durch den thüringischen Grafen Ludwig den Springer gegründet. Sie sicherte den ludowingischen Herrschaftsbereich im Osten, ähnlich wie dies Aufgabe der Wartburg im Westen war. Zwischen der Mitte des 12. und der Mitte des 13. Jahrhunderts entstand eine weitläufige Anlage mit repräsentativen Wohnbauten, mächtigen Türmen, gewaltigen Mauern und Toren. Architektonisches Kleinod ist noch heute die zwischen 1170 und 1200 erbaute Doppelkapelle.
Ihre größte Blütezeit erlebte die Neuenburg unter dem Landgrafen Ludwig IV. und seiner Gemahlin, der hl. Elisabeth von Thüringen (um 1217–1227), die sich häufig hier aufhielten.
Veranstaltungen wie „montalbâne – Die Internationalen Tage der mittelalterlichen Musik“ unterstützen die Wirkung des Bauwerks. In der Kinderkemenate werden die jüngsten Besucher spielerisch mit den historischen Hintergründen vertraut gemacht.


  • loupe

    Geschichte

    • Die mächtige Talrandburg über dem östlichen Ufer der Unstrut wurde um 1090 durch den thüringischen Grafen Ludwig den Springer gegründet. Sie sicherte den ludowingischen Herrschaftsbereich im Osten, ähnlich wie dies Aufgabe der Wartburg im Westen war. Nachdem der Sohn Ludwig des Springers, Ludwig I., die Landgrafenwürde erlangte, wurde der Ausbau fortgesetzt.
      Zwischen der Mitte des 12. und der Mitte des 13. Jahrhunderts entstand eine weitläufige Anlage mit repräsentativen Wohnbauten, mächtigen Türmen, gewaltigen Mauern und Toren. Architektonisches Kleinod ist noch heute die zwischen 1170 und 1200 erbaute Doppelkapelle.
      Große Namen wie der des Kaisers Friedrich Barbarossa oder des Dichters Heinrich von Veldeke sind beredtes Zeugnis einer glanzvollen Verqanqenheit.
      Ihre größte Blütezeit erlebte die Neuenburg unter dem Landgrafen Ludwig IV. und seiner Gemahlin, der hl. Elisabeth von Thüringen (um 1217-1227), die sich häufig hier aufhielten.
      Nachdem das Haus der Ludowinger 1247 erloschen war, fiel die Neuenburg an die Markgrafen von Meißen aus dem Hause Wettin. In der Folge wechselte die Zugehörigkeit der Anlage zu unterschiedlichen Linien der Familie. Im 15. Jahrhundert gehörte sie dem Herzog Wilhelm III. von Weimar, im 16. Jahrhundert unterstand sie dem Kurfürsten August von Sachsen. Im 17. und 18. Jahrhundert nutzten die Herzöge von Sachsen-Weißenfels die Neuenburg als Wohn- und Jagdschloss, bevor sie 1770 als Verwaltungssitz ihre jahrhundertelange Residenzfunktion verlor.
      Nachdem im Zuge des Wiener Kongresses Sachsen die Hälfte seines Territoriums abtreten musste, ging auch die Neuenburg in preußischen Besitz über. Seit den 1840er Jahren setzten verstärkt Bemühungen um den Erhalt und die denkmalpflegerische Wiederherstellung der Anlage ein. Nach der Nutzung als Domäne und Verwaltungssitz - zeitweilig mit einem Quartier für den preußischen König im Fürstenbau - wurde in der Burg 1935 ein Heimatmuseum eingerichtet. Zudem diente ein Teil der Anlage unter den Nationalsozialisten als Schule für Obergauführerinnen.
      Ab 1945 wurden zahlreiche Wohnungen in den Burggebäuden untergebracht. Nachdem 1970 das Museum geschlossen worden war, kam es zu Verwahrlosung und Verfall. 1983 wurde der Bergfried „Dicker Wilhelm" wieder öffentlich zugänglich. Seit 1990 erfolgt die Restaurierung und museale Erschließung der gesamten Anlage. 1997 übernahm die Stiftung Schlösser, Burgen und Gärten des Landes Sachsen-Anhalt die Neuenburg, seit 1998 obliegt dem Verein zur Rettung und Erhaltung der Neuenburg e. V. die Trägerschaft des Museums.
  • loupe

    Architektur und Innenausstattung

    • Architektur
      Den ältesten Teil der Anlage bildet die Kernburg. Seit dem späten 11. Jahrhundert entstanden die Ringmauer, einzelne turmartige Wohnbauten, ein runder Bergfried sowie der Wall im Osten mit zwei Achtecktürmen. Bezeichnend für diese Bauphase ist das sorgfältige kleinquadrige sogenannte salische Schichtenmauerwerk.
      In einer ab dem zweiten Viertel des 12. Jahrhunderts begonnenen Bauphase wurde die Anlage erweitert und eine neue große Vorburg angelegt. Darin erfolgte der Bau zweier weiterer Bergfriede, wovon sich vom einen nach Blitzschlag und Abbruch im 17. Jahrhundert nur der Unterteil mit Eckspornen bewahrte, während der andere, „Dicker Wilhelm" genannt, erhalten ist (die Haube stammt von 1550). Bedeutendster Bau der Anlage ist die Kapelle. Zunächst entstand neben dem ersten Bergfried ihr rechteckiges Erd-geschoss, das einst eine durch Grabungen nachgewiesene Apsis besaß. Zwischen 1170 und 1200 erfolgte die Erweiterung zur zweigeschossigen Doppelkapelle in Zusammenhang mit dem Bau eines großen anschließenden Palas, der vier Geschosse umfasste und nur noch in Resten erhalten ist. Die obere Kapelle war zunächst als dreischiffige Anlage ausgebildet, um 1220-1230 fand ein Umbau zu einer zweischiffigen Halle statt, wobei das heutige Gewölbe und die Zackenbögen eingefügt wurden, jedoch bereits vorhandene Wandsäulen Wiederverwendung fanden. Die weiteren Bauten der Neuenburg sind in ihrem Erscheinungsbild hauptsächlich von späteren Umbauten geprägt: In der Mitte des 15. Jahrhunderts wurden die Wohn- und Saalräume südlich des alten Palas modernisiert. Auch errichtete man eine neue Küche. Von Maßnahmen des 16. Jahrhunderts zeugen zwei Renaissanceportale und die prächtige Treppenspindel, die seit 1854 zur Verbindung der beiden Kapellengeschosse dient.
      Auf barocke Umgestaltungen gehen vor allem die Wirtschafts- und Nebengebäude sowie Räume im Fürstenbau zurück.


      Ausstattung
      Von der hochmittelalterlichen Erscheinung der Burg vermag heute nur noch die Doppelkapelle eine Vorstellung zu geben. Mit ihrer kostbaren Ausgestaltung des Obergeschosses gehört sie zu den bedeutendsten Beispielen dieses Bautypus, der um 1200 königlichen oder hochadligen Burgen vorbehalten war (z. B. Nürnberg, Cheb/Eger und Landsberg). Die Säulen aus belgischem Kohlekalkstein, die Zackenbögen und auch die vorzügliche Ornamentik der Kapitelle, Säulenbasen und Schlusssteine zeigen den Einfluss niederrheinischer Vorbilder (Köln). Die heutige Farbfassung mit schwarz-goldenen Akzenten folgt überkommenen Befunden. Reste der originalen Farbigkeit blieben am Fenster in der Nordwand erhalten.
      Einziges originales Ausstattungsstück ist der Altblock aus dem späten 12. Jahrhundert. Der Taufstein stammt wahrscheinlich aus der ehemaligen Kilianskirche am Fuße der Burg. Erst in jüngster Zeit wurde der spätgotische Flügelaltar in der Oberkapelle aufgestellt.
  • loupe

    Führungen

    • 13.00h und 17.00h;
      nach  Voranmeldung auch zu anderen Zeiten möglich

      Eintrittspreise
      Erwachsene: € 3,00
      ermäßigt: € 2,00
      Jahreskarte: € 10,00

      Führungen: € 2,00
      Gruppenrabatt ab 10 Personen:
      € 0,50/Person

Gebäude

Schloss 1
06632 Freyburg
Deutschland
034464-35530
E-Mail
Website

Organisation:

Am Schloss 4
39279 Leitzkau
Deutschland
039241 / 934 - 0
E-Mail
Website

Tourist Information:

Markt 2
06632 Freyburg
Deutschland
034464 / 2 72 60
E-Mail
Website


Andere

Öffnungszeiten:

April - Oktober:
Dienstag - Sonntag:
10.00h - 18.00h, letzter Einlaß 17.30h

November - März (nur Museum geöffnet):
Dienstag - Sonntag:
10.00h - 17.00h, letzter Einlaß 16.30h


 Schloss Neuenburg - Freyburg

Schloss Neuenburg - Freyburg