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Zistersienserkloster Sancta Maria ad Portam - Schulpforte


Im Jahr 1137 ließen sich Zisterziensermönche an der Nordseite der Saalehänge, unweit Naumburgs nieder und gründeten das Kloster „St. Marien zur Pforte“, das bald zu einem der reichsten Klöster im ostthüringischen Raum wurde. Erfolgreich waren die Zisterzienser auch bei der Kultivierung der Landschaft – sie entsumpften das Saaletal, legten einen Damm gegen das Hochwasser an, bauten das Wehr in Bad Kösen, zweigten sich die „Kleine Saale“ als künstlichen Wasserlauf ab und brachten bis heute den Wein- und Obstbau zur Blüte. 1543 wurde aus dem Kloster eine Landesschule, die auch von berühmten Schülern wie Fichte, Klopstock und Nietzsche besucht wurde.
Besonders sehenswert sind der malerische Kreuzgang, die Kirche mit ihrer eindrucksvollen Westfassade oder der Park mit seinem alten Baumbestand.


  • loupe

    Geschichte

    • Ehemaliges Zisterzienserkloster auf einem Areal von ca. 16 Hektar, umgeben von der historischen Klostermauer. Im Gelände sind verschiedene Gebäude aus der Klosterzeit erhalten geblieben, z.T. aber auch umgebaut worden. Zu besichtigen sind die gotische Klosterkirche (erbaut 1137 als romanische Basilika, gotischer Umbau 1251-1268) der teilweise erhaltene romanische Kreuzgang (12. Jahrhunderts), eine spätromanische Kapelle (ca. 1220), der historische Friedhof mit Totenleuchte von 1268 und ein Wirtschaftsgebäude aus der Klosterzeit, das eine Panstermühle aus dem Jahr 1708 beherbergt.
      Daneben sind eindrucksvolle Gebäude des 16.- 19. Jahrhunderts vorhanden, die im Laufe der Nutzung des Geländes als Schule entstanden sind. Hier wären besonders das Torhaus (1858-60), das Schulhaus mit Aulagebäude (1880-1884) und das Fürstenhaus (1573-75) zu erwähnen.

      Im Jahr 1137 ließen sich Zisterziensermönche im Saaletal unweit Naumburgs nieder und gründeten das Kloster „St. Marien zur Pforte“, das bald zu einem der reichsten Klöster im ostthüringischen Raum wurde. Erfolgreich waren die Zisterzienser auch bei der Kultivierung der Landschaft – sie entsumpften das Saaletal, legten einen Damm gegen das Hochwasser an, bauten das Wehr in Bad Kösen, zweigten sich die „Kleine Saale“ als künstlichen Wasserlauf ab und brachten den Wein- und Obstbau zur Blüte. Das Ende des Klosters kam erst im 16. Jahrhundert mit der Reformation. 1543 wurde aus dem Kloster Pforte Schulpforte, denn der Herzog und spätere Kurfürst Moritz von Sachsen richtete in den ehemaligen Klostergebäuden eine von drei besonderen staatlichen Lehranstalten - Landesschulen - ein.
      150 begabte Knaben sollten hier eine hervorragende Ausbildung erhalten, um später dem  Land als Lehrer, Wissenschaftler, Beamte oder protestantische Geistliche zu dienen. Die Auswahl der Schüler erfolgte unabhängig von der sozialen Herkunft nur nach der Leistung. Dafür erhielten sie die sechsjährige Ausbildung, Unterkunft, Verpflegung usw. unentgeltlich. Generationen von Schülern, darunter zahlreiche namhafte Absolventen (z.B. Ranke, Fichte, Nietzsche, Klopstock), zeugen nicht nur vom Erfolg dieses Projektes, sondern auch von der Weitsicht des Landesherrn, in die Ausbildung der Jugend zu investieren. Bis 1815 war die Schule sächsisch, dann kam sie als Folge der Beschlüsse des Wiener Kongresses unter preußische Herrschaft und erlebte im 19. Jahrhundert eine besondere Blütezeit. Von 1935 bis 1945 war sie Nationalpolitische Erziehungsanstalt, danach wurde sie zu DDR-Zeiten Erweiterte Oberschule. Seit 1990 ist die Landesschule Pforta wieder ein Internats-Gymnasium, Träger der Schule ist das Land Sachsen-Anhalt. Etwa 400 Mädchen und Jungen lernen ab der 9. Klasse in den inhaltlichen Schwerpunkten Sprachen, Musik oder Naturwissenschaften. 
  • loupe

    Führungen

    • Audioguide mit deutsch- oder englischsprachiger Führung (ca. 60-90 min)

      4,00 €

       

      Führungen immer freitags 16.00 Uhr, samstags und sonntags je 14.00 Uhr ab Besucherzentrum. (Im Sommerhalbjahr)

      5,00 €

      (ca. 60-90 Minuten. Mindestteilnehmerzahl 10 Personen. Vorherige Anmeldungen sind erwünscht)

Gebäude

Schulstrasse 12
06628 Schulpforte
Deutschland
(034463) 35110
E-Mail
Website

Organisation:

Schulstr. 22
06628 Schulpforte
Deutschland
034463 / 61 761
E-Mail
Website

Tourist Information:

Lindenring 34
06618 Naumburg
Deutschland
0 34 45 / 23 37 90
E-Mail
Website


Klöster

Öffnungszeiten:

Ostern - September
täglich: 10.00 - 18.00 Uhr
Oktober - Ostern
Montag - Freitag: 10.00 - 15.00 Uhr
Samstag - Sonntag: 10.00 - 16.00 Uhr

Weihnachten, Silvester und Neujahr geschlossen.

Ein Rundgang im Freigelände ist jederzeit möglich.


Zistersienserkloster Sancta Maria ad Portam - Schulpforte

Zistersienserkloster Sancta Maria ad Portam - Schulpforte