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Dom St. Johannes und St. Laurentius - Merseburg


Über der Stadt Merseburg am linken Ufer der Saale erhebt sich das architektonisch eindrucksvolle Ensemble von Dom und Schloss, welches geschichtlich Bedeutendes zu erzählen vermag. Der Merseburger Dom, heute eine spätgotische Hallenkirche mit Querhaus und vier Türmen, ist im Wesentlichen vom frühromanischen Dombau Heinrichs II. bestimmt und gewährt dem Besucher Einblicke in die unterschiedlichen Jahrhunderte und deren bedeutungsvolle Errungenschaften für Kunst, Kirche und Kultur.
Zu den wertvollsten Kunstwerken gehört das älteste deutsche Bildgrabmal aus Bronze Rudolphs von Schwaben (um 1080), des Gegenkönigs Heinrichs IV.
Ein bedeutendes Ergebnis frühromanischer Baukunst ist die dreischiffige, vierjochige Krypta (erste Hälfte 11. Jh.). Sie zählt zu den ältesten, unverändert erhaltenen und schönsten Hallenkrypten Mitteldeutschlands.
Über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist der Merseburger Dom durch seine von Friedrich Ladegast im Jahr 1855 erneuerte Domorgel. Mit ihren fast 5700 Pfeifen ist sie eine der größten und klangschönsten romantischen Orgeln Mitteldeutschlands.

Eine wunderbare Aussicht über Domfreiheit und Saalelandschaft bietet sich dem Besucher bei der Besteigung der imposanten Westtürme mit mittelalterlichen Glocken. 


  • loupe

    Geschichte

    • Dom St. Johannes und St. Laurentius - Merseburg
      Auf einem Hügel oberhalb der Saale, direkt an der Ostgrenze des Deutschen Reiches gelegen, war Merseburg ein Ort von herausragender strategischer Bedeutung. Mit Heinrich I. (919 - 936) entwickelte sich hier eine der bedeutendsten Pfalzen sächsischen Königtums. Der Erstgründung des Bistums durch Otto den Großen im Jahr 968 folgte bereits im Jahre 981 die Aufhebung durch seinen Nachfolger Otto II. Als erster Dom diente die dem hl. Johannes dem Täufer geweihte Stiftskirche Heinrichs I. Mit der Neubegründung des Bistums im Jahr 1004 durch Heinrich II. (1002-1024) wurde der einstige Rang Merseburgs wieder hergestellt. Die Anfänge des Domstifts Merseburg hingegen gehen bis in das ausgehende 10. Jh. zurück.
      Heinrich II. förderte den Bau eines neuen Doms, der in seiner Anwesenheit am 1. Oktober 1021 geweiht wurde. Durch die große Fürsorge, die Kaiser Heinrich II. der Stadt und dem Bistum zukommen ließ, entwickelte sich Merseburg zu einem der wichtigsten politischen Zentren des damaligen Reiches. Mindestens 28 Aufenthalte Heinrichs II. in Merseburg zu wichtigen Hof- und Festtagen sind nachweisbar. Von dieser einstigen Bedeutung zeugt heute vor allem das in topographischer und architektonischer Hinsicht herausragende Ensemble von Dom und Schloss, dem Bischof Thilo von Trotha (1466-1514) schließlich sein gegenwärtiges Aussehen gab.

      Nach der Reformation wurde das ehemalige Bistum von dem sächsisch-albertinischen Kurhaus übernommen. Mit dem Übergang Merseburgs an Preußen 1815 wurde das Stiftsterritorium der preußischen Hoheit unterstellt. Heute gehört der Dom (seit 1561 evangelisch) gemeinsam mit dem Dom zu Naumburg und dem Kollegiatstift Zeitz einer öffentlich rechtlichen Stiftung an, der sieben Domherren vorstehen.

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    Architektur und Innenausstattung

    • Dom St. Johannes und St. Laurentius - Merseburg
      Architektur

      Bischof Thietmar von Merseburg, ein bedeutender Chronist der Ottonen, legte 1015 den Grundstein für einen frühromanischen Dombau. 1021 erfolgte im Beisein von Kaiser Heinrich II. die Weihe der dreischiffigen Basilika.

      Maße und Grundriss dieser Zeit blieben trotz mehrfacher Umbauten bis heute maßgebend. Die unteren Partien der Ostteile sowie die Westtürme stammen noch von diesem Gründungsbau. Nach wiederholtem Einsturz des Sanktuariums wurden gleichzeitig mit dessen Wiederaufbau bereits bis 1042 zwei zur Festigung dienende, den Altarraum flankierende Rundtürme und eine Hallenkrypa angelegt.
      1230 erfolgte eine spätromanische Erneuerung des Chor- und Querhauses, wobei zur Abgrenzung Schrankenwände und ein (nach Einführung der Reformation abgebrochener) Lettner errichtet wurden. Im Zusammenhang mit dem Bau der Vorhalle wurden die quadratischen Unterteile der Westtürme um Achteckgeschosse erhöht.
      Die Domerneuerung im 16. Jahrhundert unter Bischof Thilo von Trotha führte zu einer weiteren tiefgreifenden baulichen Veränderung. Das Langhaus wurde zur spätgotischen Halle umgebaut und erhielt damit weitgehend sein heutiges Aussehen. Die neue Halle musste zwischen die Ost- und die Westteile der alten Kirche eingefügt, diesen in Länge, Höhe und Breite angeglichen werden. Schlanke achteckige Pfeilerpaare tragen das Netzgewölbe und gliedern den Raum in ein Mittel- und zwei halb so breite Seitenschiffe von jeweils vier Jochen.

      Die Barockzeit hat ebenfalls tiefe Spuren hinterlassen. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde der Dom zur Hofkirche der Herzöge von Sachsen-Merseburg (1656-1738) umgestaltet. Die Einheitlichkeit von Architektur und Einrichtung sowie die Lebendigkeit und Ausgewogenheit bilden damit ein Architekturensemble von besonderem Rang und Reiz. 


      Ausstattung

      Künstlerisch außerordentlich wertvoll ist die reiche Ausstattung des Domes aus verschiedenen Jahrhunderten. Darunter ragt vor allem das Grabmal Rudolfs von Schwaben heraus. Die um 1080 aus Bronze gegossene Grabplatte befindet sich in der Vierung und ist das älteste figürliche Grabmonument Mitteleuropas. Im Zuge des Investiturstreits setzte der Merseburger Klerus dem Gegenkönig Heinrichs IV. (1056−1106) ein Aufsehen erregendes Grabdenkmal.

      Die Chorgestühle an den Schranken der Vierung, von Caspar Schockholtz 1446 geschnitzt, stellen Szenen aus dem Neuen und Alten Testament dar.
      Den Nordflügel des Querhauses wählte Bischof Thilo von Trotha (1466 – 1514) als Kapelle für sein Grab aus. Unter den Blendarkaden der Chorschranke mit Bildnissen von 42 Merseburger Bischöfen befindet sich seine Tumba und an der Ostwand sein Epitaph, beides Arbeiten aus der berühmten Vischer-Werkstatt in Nürnberg. 
      Zu den dominanten Ausstattungselementen aus der Zeit des Barock gehört die Orgel mit ihrem bereits im 17. Jahrhundert geschnitzten und reich geschmückten Prospekt. Durch Friedrich Ladegast  wurde in das alte Barockgehäuse ein vollständig neues Orgelwerk mit fast 5700 Pfeifen und 81 Registern eingebaut. Die Merseburger Domorgel inspirierte Franz Liszt, der für sie bedeutende Stücke komponierte.
      Südlich des Domes schließt sich der Kreuzgang mit dem benachbarten Kapitelhaus und der Michaeliskapelle an. Dort befindet sich das ehemalige Retabel des Heinrichsaltars von Lucas Cranach d. Ä. (1535/1537). Mit der Sanierung des Kapitelhauses und den zwei neu entstehenden Ausstellungsräumen im Untergeschoss wird es ab September 2006 Möglichkeiten für die dauerhafte Präsentation wertvoller Urkunden, Handschriften und seltener Druckwerke aus den Beständen der Domstiftsbibliothek darunter die weltberühmten Merseburger Zaubersprüche) - geben.     

  • loupe

    Führungen

    • März bis Oktober
      Montag-Donnerstag: 11.00 | 13.00 Uhr 
      Freitag-Samstag: 11.00 | 13.00 | 15.00 Uhr
      Sonntag/kirchl. Feiertag: 13.00 | 15.00 Uhr

      Turmbesteigung
      Freitag-Sonntag/kirchl. Feiertag: 14.00 Uhr

      November bis Februar

      Montag-Donnerstag: 11.00 Uhr 
      Freitag-Samstag: 11.00 | 13.00 Uhr
      Sonntag/kirchl. Feiertag: 13.00 Uhr

      Preise
      Erwachsener | Gruppe ab 15 P.: 6,50 € |6,00 €
      Azubi, Stud., ALG II | Gruppe ab 15 P.: 4,50 €|4,00 €
      Schüler | Schulklasse: 3,00 €| 2,50 €
      Familienkarte: 17,00 €
      Audioguide: 3,00 € 
      Öffentliche Führung: 3,00 €

      Führungen für Reisegruppen
      Dauer: 60 min | 90 Min;
      Führungsgebühr 50,00 € | 70,00 €;
      Gruppenstäre max. 35 P.;
      Voranmeldung für Gruppen notwendig;
      Führung in Englisch bei vorangegangener Anmeldung;
      thematische Spezialführungen;
      Führungsgebühren außerhalb der Öffnungszeiten: 75,00 € | 105,00 €
  • loupe

    Audioguide

    • Einführung
      Eine faszinierende Zeitenreise ins Mittelalter und zu den Anfängen Europas
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    • 0 Romanik in Sachsen-Anhalt

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    • 1 Willkommen im Dom St. Johannes und St. Laurentius

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    • 2 Domstifter

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    • 3 Anfänge

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    • 4 - 0 Vorhalle

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    • 4 - 1 Grabmal von Ritter Hagen

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    • 4 - 2 Kunigundenaltar

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    • 5 Orgelempore

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    • 6 - 0 Langhaus

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    • 6 - 1 Langhausgestühl

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    • 7 Triumphkreuz

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    • 8 - 0 Ladegastorgel

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    • 8 - 1 Geschichte der Orgel

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    • 9 Thietmar Merseburg

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    • 10 - 0 Tumbaepitaph

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    • 10 - 1 Rabensage

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    • 11 Krypta

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    • 12 Rudolf von Schwaben

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    • 13 Chorgestühl

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    • 14 Hochaltar

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    • 15 Sakristei

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    • 16 Taufkapelle

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    • 17 Kreuzgang

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    • 18 Ende

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    • 19 Reiseempfehlung

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Gebäude
Ss. John the Baptist and Lawrence`s Cathedral
Domplatz 7
06217 Merseburg
Deutschland
03461 – 21 00 45
E-Mail
Website

Organisation:
Vereinigte Domstifter
Domplatz 19
06618 Naumburg
Deutschland
03445 - 23 01 100
E-Mail
Website

Tourist Information:
Tourist Information Office
Burgstrasse 5
06217 Merseburg
Deutschland
0461-21 41 70
E-Mail
Website


Highlight Kathedralen

Öffnungszeiten:

März bis Oktober
Montag-Samstag: 9.00 - 18.00 Uhr
Sonntag/kirchl. Feiertag: 11.00 - 18.00 Uhr

November bis Februar
Montag-Samstag: 10.00 - 16.00 Uhr 
Sonntag/kirchl. Feiertag: 12.00 - 16.00 Uhr
24. Dezember: 9.00 - 12.00 Uhr 
31. Dezember: 9.00 - 14.00 Uhr


Dom St. Johannes und St. Laurentius - Merseburg

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