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Burgenstadt - Friesach


Die Burganlage auf dem Petersberg, die Rupertskapelle, und die Stadtpfarrkirche, die alle zwischen dem 11. Und 13. Jahrhundert gebaut wurden, repräsentieren die Blütezeit der Romanischen Architektur in Friesach und zeugen eindrucksvoll von der Bedeutung dieser Kärntener Stadt, die erstmals im Jahre 860 erwähnt wurde. Neben Besuchen dieser Hauptsehenswürdigkeiten, läd Friesach seine Besucher außerdem auf eine Erkundungstour durch die Mittelalterstadt ein. Besonders während des Mittelalterfests „Spectaculum“, welches jeden Sommer stattfindet, bietet die Anlage eine beindruckende Atmosphäre. Während dieser Zeit verschwinden für einen Abend scheinbar alle Anzeichen einer modernen Welt. Selbst der Strom wird abgeschaltet, so dass das Gelände nur durch Fackeln und Lagerfeuer erhellt wird. Außerdem ist die einzige anerkannte Währung dieses Festivals der sogenannte Friesacher Pfennig, der im 13. Jahrhundert im gesamten südlichen Alpengebiet genutzt wurde.  


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    Geschichte

    • Burgenstadt - Friesach

      Im Jahre 860 stiftete König Ludwig der Deutsche der Salzburger Kirche einige Farmen inklusive des Landgutes „ad Friesach“. Unter der Leitung der Salzburger Bischöfe erlebte Friesach im 10. Jahrhundert einen Aufschwung, vor allem im Außenhandel.

       

      Luxusgüter, Gewürze und Sklaven kamen aus dem Orient und wurden Richtung Norden weitergeschickt. Metalle, Salz und Bernstein hingegen, wurden in den Süden gebracht. Im Jahre 1124 wurde Friesach erstmals als Stadt erwähnt. Nur einige Zeit später ließ der Salzburger Erzbischof erstmals den Friesacher Pfennig prägen. Die Silbermünze war ein Symbol einstiger wirtschaftlicher Stärke der Stadt. Über 200 Jahre lang wurde dieser Pfennig als überregionale Währung verwendet, sogar bis hin ins östliche Ungarn. Die Befestigungen der Stadt Friesach wurden mehrere Male auf Grund von Militärkonflikten oder Bränden zerstört, jedoch wurden sie immer wieder aufgebaut. Im Jahre 1292 erhielt die Befestigung ihr neues Aussehen, wie sie bis heute beibehalten hat. Ein weiteres wirtschaftliches Highlight war der Aufschwung des Bergbaus im 16. Jahrhundert. Eisen und Silber wurden nahe der Stadt gefördert. Auf Grund des Rückgangs des Edelmetallabbaus und des Außenhandels verlor die Stadt jedoch in den folgenden Jahrhunderten ihre politische und wirtschaftliche Bedeutung. Im Jahre 1805 endete die fast 1000 jährige Herrschaft der Salzburger Erzbischöfe. Die Verwaltung der Stadt wurde fortan in die Hände der Bürger gelegt, die nun Stadträte und Bürgermeister wählten. Nun begannen die Abriss – und Wiederaufbauarbeiten. Aber schon 1881 wurde eine Gesellschaft gegründet, die sich für den Erhalt alter Gebäude einsetzte. So entwickelte sich Friesach zu einer der wenigen Städte, die ihren mittelalterlichen Flair beibehalten konnte. Seit der Ausstellung „Schauplatz Mittelalter Friesach“ im Jahre 2001 erfreut sich die Stadt an stetig steigenden Besucherzahlen. 

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    Architektur und Innenausstattung

    • Burgenstadt - Friesach

      Die Stadt Friesach, mit ihrer bis heute erhaltenen mittelalterlichen Erscheinung, beherbergt zahlreiche Schätze aus der Zeit der Romanik. Die Stadtmauer mit dem Graben wurde im 13. Jahrhundert gebaut. Die aus Bruchstein bestehende Ringmauer ist 10 bis 11,5 m hoch und 1,25 bis 1,6 m dick. An gut erhaltenen Stellen kann man auf der Mauer Zinnen aus dem 15. Jahrhundert erkennen. Ursprünglich gab es fünf Türme, von denen jedoch keiner komplett erhalten ist. Die Kirche auf dem Petersberg, welche erstmals im Jahre 1130 erwähnt wurde, wurde auf Grund der ständigen Gefahr feindlicher Angriffe, mit einer Abwehrarchitektur ausgestattet. Im Jahre 1077 hatte Erzbischof Gebhard eine komplett befestigte Burg erschaffen. Im 12. Und 13. Jahrhundert wurde die Festung noch vergrößert und nach einem Brand wieder aufgebaut. Der Bergfried auf dem Petersberg wurde zwischen 1180 und 1220 erbaut. Nachdem alle hölzernen Teile im Jahre 1836 entfernt wurden und die Struktur einige Zeit nun dem Wetter ausgesetzt war, wurde der Turm im Jahre 1893 renoviert. Ein Stich aus dem 17. Jahrhundert fungierte als Modell. Der Grundriss der Peterskirche ähnelt dem der Kirche in Quedlinburg aus dem Jahre 930, in welcher Heinrich I. begraben liegt. Ursprünglich könnte die Kirche ein hölzernes Gebäude gewesen sein, welches durch den kreuzgewölbten Chor mit einer halbkreisähnlichen Apsis im 12. und 13. Jahrhundert ersetzt wurde.

       

       

      Die Pfarrkirche in Friesach ist eine dreischiffige Basilika mit hohen romanischen Pfeilern, die zwischen 1144 und 1167 gebaut wurde. Im 14. Jahrhundert ließ Bischof Gerold von Gurk die Kirche mit einem quergewölbten gotischen Chor ausstatten. Nach einigen Bränden wurde die Kirche von 1896 bis 1912 das letzte Mal renoviert. Unglücklicherweise habe die Architekten bei den Außenwänden und der Decke keine sonderlich gute Arbeit geleistet.

       

      Die spätromanischen Wandmalereien machen die Rupertskapelle, welche sich im vierten Stock des Bergfrieds befindet, zu einem besonderen Juwel.

       

      Da die Fresken im 19. Jahrhundert für fast 60 Jahre lang dem Wetter ungeschützt ausgesetzt waren, sind nur wenige der Gemälde, die ursprünglich die gesamten Wände, Gewölbe und Nischen der Kapelle geschmückt haben, erhalten geblieben. Auf der östlichen Wand befinden sich Bilder von St. Virgil und St. Rupert, nach dem die Kapelle benannt wurde. Die Nord – und Südwand sind mit Szenen aus dem Leben Jesus Christus bedeckt. Ein weiteres Bespiel herausragender romanischer Malereien ist die Freske von St. Romanus. Das Bild des Heiligen entstand im Jahre 1140 in der Apsis der Gebhardskapelle und befindet sich heute in der Rupertskapelle, in welcher 1993 das Museum der Stadt Friesach errichtet wurde. Des Weiteren ist dort auch eine Skulptur von „Maria Lactans“ ausgestellt. Die stillende Jungfrau Maria kann zurück auf das Jahr 1230 datiert werden und befand sich ursprünglich in der Peterskirche. Die Figur der Heiligen Mutter Gottes basiert auf Exemplaren aus Norditalien, wo im 12. Jahrhundert ähnlich wunderbare Bilder verehrt wurden. Der Karner der Friesacher Pfarrkirche, welcher um das Jahr 1200 entstand, musste auf Grund von Straßenverbesserungsmaßnahmen im 19. Jahrhundert seinen Platz räumen, sein romanisches Tympanon wurde jedoch an der ursprünglichen Stelle nördlich der Kirche wieder aufgestellt. In der Zwischenzeit schmückte das Tympanon den Eingangsbereich des Konferenzraumes der alten Friesacher Stadthalle. Auch das Taufbecken der Pfarrkirche, welches im 12. Jahrhundert aufgestellt wurde, musste sich einem kurzzeitigen Standortwechsel unterziehen. Dieses heilige Objekt mit seinen verschiedensten Ornamenten wurde im Jahre 1945 von der Turmhalle in den Altarraum gebracht.
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    Führungen

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