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Kirchenhalbinsel - Maria Wörth


Maria Wörth kam bereits zwischen 875 und 883 in Freisinger Besitz. Die erstmals 894 urkundlich erwähnte Kirche wurde vermutlich um das Jahr 1146 unter Bischof Otto von Freising zum Kollegiatsstift erhoben. In diese Zeit fällt auch die Weihe der zweiten Maria Wörther Kirche, der so genannten Winter- oder Rosenkranzkirche. 1279 entstand neben der Stiftskirche ein Karner. Trotz einiger baulicher Änderungen bieten sowohl der Karner als auch beide Kirchen aufgrund ihres Entstehungszeitraumes einen hervorragenden Blick auf die  romanische Baukunst. Die Stiftskirche verfügt über eine Krypta, die Winterkirche hat den Besuchern  einen hervorragende Freskenzyklus aus dem 12. Jahrhundert zu bieten. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich die malerische Ortschaft am Südufer des Wörther Sees zum international beliebten Tourismus- und Kurort.


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    Geschichte

    • Kirchenhalbinsel - Maria Wörth
      Ursprünglich war Maria Wörth keine Halbinsel, sondern eine kleine Insel im See. Erst seit 1770 besteht infolge von Aufschüttungen und des Absinkens des Wasserspiegels eine Verbindung zum Festland.

      Zwischen 875 und 883 kam der Ort in Freisinger Besitz. Die auf dem höchsten Punkt der Halbinsel befindliche Kirche findet 894 ihre erste urkundliche Erwähnung. Vermutlich unter Bischof Waldo von Freising (884 - 906) wurden die Reliquien der Heiligen Primus und Felician, die im 3. Jahrhundert in Rom den Märtyrertod erlitten hatten, auf die Insel überführt. Damit hatte sich die Urpfarre Maria Wörth als Zentrum der Freisinger Mission in Kärnten endgültig manifestiert. Bischof Otto von Freising (1138 - 1158) erhob Maria Wörth zum Kollegiatsstift, der erste Propst wurde 1151 urkundlich erwähnt. 1155 fand, vermutlich in Anwesenheit des Bischofs Roman I. von Gurk (1131 - 1167), die Weihe einer zweiten Kirche, der so genannten Winter- oder auch Rosenkranzkirche statt. 1279 stiftete  Propst Heinrich in Maria Wörth östlich der Stiftskirche einen Karner zu Ehren der Heiligen Katharina, Elisabeth und Magdalena. 1399 beschädigte ein schwerer Brand beide Kirchen, die jedoch bald wieder errichtet wurde. Um 1500 schien der Stern Freisings am Wörther See zu erlöschen. Die Propstei war zu einer Pfründe ohne Amtsgeschäfte herabgesunken. 1529 wurde Maria Wörth dem St. Georgs Ritterorden in Millstatt inkorporiert. Mit der Übergabe der Ordensgüter an den Jesuitenorden im Jahre 1598 hörte die zweitälteste Propstei Österreichs endgültig zu bestehen auf. Seit dem Verbot des Jesuitenordens 1773 durch Papst Clemens XIV. ist Maria Wörth wieder eine einfache Pfarre.

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    Architektur und Innenausstattung

    • Kirchenhalbinsel - Maria Wörth Architektur

      Die Stiftskirche Maria Wörth steht rund 20 Meter über dem Wasserspiegel auf dem höchsten Punkt der Halbinsel. Durch ein spätgotisches Rundportal gelangt der Besucher in den Friedhof.

      Die noch teilweise erhaltene Ringmauer erzählt von der einstigen Befestigung der Kirche. Rechts des romanischen Südportals aus dem 12. Jahrhundert steht in einer spätgotische Opfernische eine Relieffigur, die vermutlich den hl. Primus darstellt. Im Kern des Sakralbaus befindet sich die unter dem Hauptchor liegende romanische Krypta. Marmorpfeiler tragen das Kreuzgewölbe der dreijochigen Hallenkrypta mit quadratischem Grundriss. Das Gewölbe ist mit Rankenverzierungen aus dem 17. Jahrhundert versehen. Aus dieser Zeit stammt auch die barocke Ummantelung einiger Pfeiler. In der Krypta ruhen die sterblichen Überreste der Märtyrer Primus und Felician. Der westlich der Stiftskirche gelegene Bau der Winter- oder Rosenkranzkirche entspricht dem Typus einer frühmittelalterlichen Chorquadratkirche. Der ursprünglich flach gedeckte und von einer Friedhofsmauer umgebene Bau erhielt im 16. Jahrhundert ein gratiges Kreuzgewölbe. In die Zeit der Gotik fallen die Fensterausbrüche sowie der südliche Kapellen- und Sakristeiausbau. Bei dem 1279 als Kapelle geweihten Karner handelt es sich um einen zweigeschossigen Rundbau mit Kegeldach und einer Apsis im Obergeschoss. Das Portal wurde erst im 15. Jahrhundert eingefügt.

      Ausstattung

      Der 1895 im Chor der Winterkirche wiederentdeckte Freskenzyklus aus dem 12. Jahrhundert zählt zu den besonderen Schätzen romanischer Malkunst im Alpenraum. Die Bilder zeigen sowohl Christus auf einem Thron als Weltenrichter, als auch die zwölf Apostel, die in Arkaden aufgestellt sind.

      Nach dem Brand von 1399 wurden die romanischen durch gotische Fensteröffnungen ersetzt und die Fresken teilweise beschädigt. Bei der Restaurierung 1969 tauchten auf der Nordwand des Schiffes weitere Fresken aus dem 14. Jahrhundert auf. Ein Glasgemälde (um 1420) im Chor der Winterkirche stellt Maria mit dem Kind dar. Im Zentrum des barocke Hochaltars (1658) der Stiftskirche zu Maria Wörth findet sich eine thronende Muttergottes aus der Zeit um 1460. Die Madonnenfigur wird von Statuen der hl. Primus und Felician aus dem 17. Jahrhundert umrahmt. Bis auf zwei spätgotische Tafelbilder an der Westwand der Taufkapelle ist die restliche Innenausstattung der Stiftskirche dem Barock zuzuordnen. Lediglich in der romanischen Krypta finden sich Reste von Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert.


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    Führungen

    • Führungen nach telefonischer Voranmeldung, freiwillige Spenden.

Gebäude
Römisch-katholische Pfarrpfründe in Maria Wörth
Pfarrplatz 1
9082 Maria Wörth
Österreich
Ph. +43 4273 2289

Tourist Information:
Tourismusinformation Maria Wörth
Seepromenade 5
9082 Maria Wörth
Österreich / Austria
+43 4273 2240-21
E-Mail
Website


Highlight Kirchen

Öffnungszeiten:

Pfarrkirche und Winterkirche

April - September
täglich 08.00 - 18.00 Uhr
Oktober - März
täglich 09.00 - 17.00 Uhr


Kirchenhalbinsel - Maria Wörth

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