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Katholische Pfarrkirche St. Lorenz - Salzwedel


Die Pfarrkirche St. Lorenz wurde um 1250 im Stil des Übergangs von der Romanik zur Gotik erbaut. Trotz bewegter Geschichte blieb die ursprünglich dreischiffige Basilika in den Grundzügen erhalten. Die Architektur folgt Vorbildern und Anregungen aus dem Gebiet zwischen Bremen und Lehnin in Brandenburg. Als letzter Bau in der langen Reihe anspruchsvoller romanischer Backsteinkirchen zeigt sich hier in besonderem Maße das ausgereifte Vermögen, sämtliche Bauglieder in gebranntem Ton herzustellen. Der rote Ziegelbau erhält zudem durch schwarz glasierte Formsteine und die Kombination mit weiß verputzten Flächen und Blendnischen seine besondere Prägung. Dank der Restaurierung von 1962 bis 1964, als das nördliche Seitenschiff auf den romanischen Grundmauern wiederaufgebaut worden ist, hat die Lorenzkirche ihren mittelalterlichen Charakter weitgehend wiedergewonnen. Abgesehen von der Bauplastik blieb mittelalterlicher Schmuck nicht erhalten. Bemerkenswert ist das altertümliche Westportal. Im Innern sind heute mehrere spätgotische Figuren aus der 1797 abgebrochenen Nikolaikirche in Salzwedel aufgestellt.


  • loupe

    Geschichte

    • Die erste Nennung Salzwedels erfolgte 1122 im Zusammenhang  mit einer Belagerung Kaiser Heinrichs V. Vermutlich sicherte damals eine Burg den Übergang der Salzstraße von Lüneburg nach Magdeburg über das sumpfige Tal der Jeetze. Mitte des 13. Jahrhunderts erfolgte der Bau der Lorenzkirche. Salzwedel war zu dieser Zeit ein voll entwickeltes und blühendes städtisches Gemeinwesen, das 1263 Mitglied der Hanse wurde und diesen Status bis ins 16. Jahrhundert behielt.
      Die ursprüngliche Funktion der St.-Lorenz-Pfarrkirche ist bisher nicht geklärt. Der Vorgängerbau war wohl eine Kapelle und die ersten ca. 150 Jahre wurde sie als Pfarrkirche genutzt. Im Spätmittelalter unterhielten hier jedoch verschiedene Gilden wie diejenige der Knochenhauer (Fleischer) sowie geistliche Bruderschaften eigene Altäre und feierten in der Lorenzkirche ihre Gottesdienste. Ab 1692 wurde das Gotteshaus auf kurfürstlich- brandenburgischen Befehl als Salzlager –„Salzfactorey“ – umgenutzt. Wohl im frühen 18. Jahrhundert kam es daraufhin zum Abbruch der Seitenschiffe und zur Vermauerung der Arkaden. 1794 wurde der Westturm abgetragen. 1859 erwarb das Bistum Paderborn das Gebäude und rettete den salzgeschädigten Bau vor dem Untergang. Nach Instandsetzungsarbeiten wird St. Lorenz seit dem 4. November 1860 von der katholischen Gemeinde Salzwedel als Pfarrkirche genutzt.
  • loupe

    Architektur und Innenausstattung

    • Katholische Pfarrkirche St. Lorenz - Salzwedel

      Pfarrkirche St. Lorenz - Salzwedel

Landesmarketing Sachsen-Anhalt GmbH
      Geschichte
      Die erste Nennung Salzwedels erfolgte 1122 im Zusammenhang  mit einer Belagerung Kaiser Heinrichs V. Vermutlich sicherte damals eine Burg den Übergang der Salzstraße von Lüneburg nach Magdeburg über das sumpfige Tal der Jeetze. Mitte des 13. Jahrhunderts erfolgte der Bau der Lorenzkirche. Salzwedel war zu dieser Zeit ein voll entwickeltes und blühendes städtisches Gemeinwesen, das 1263 Mitglied der Hanse wurde und diesen Status bis ins 16. Jahrhundert behielt.
      Die ursprüngliche Funktion der St.-Lorenz-Pfarrkirche ist bisher nicht geklärt. Der Vorgängerbau war wohl eine Kapelle und die ersten ca. 150 Jahre wurde sie als Pfarrkirche genutzt. Im Spätmittelalter unterhielten hier jedoch verschiedene Gilden wie diejenige der Knochenhauer (Fleischer) sowie geistliche Bruderschaften eigene Altäre und feierten in der Lorenzkirche ihre Gottesdienste. Ab 1692 wurde das Gotteshaus auf kurfürstlich- brandenburgischen Befehl als Salzlager –„Salzfactorey“ – umgenutzt. Wohl im frühen 18. Jahrhundert kam es daraufhin zum Abbruch der Seitenschiffe und zur Vermauerung der Arkaden. 1794 wurde der Westturm abgetragen. 1859 erwarb das Bistum Paderborn das Gebäude und rettete den salzgeschädigten Bau vor dem Untergang. Nach Instandsetzungsarbeiten wird St. Lorenz seit dem 4. November 1860 von der katholischen Gemeinde Salzwedel als Pfarrkirche genutzt.


      Architektur
      Trotz bewegter Geschichte blieb die im mittleren 13. Jahrhundert errichtete, ursprünglich dreischiffige Basilika mit längsrechteckigem, gerade geschlossenem Chor und Westturm in den Grundzügen erhalten. Die Architektur folgt Vorbildern und Anregungen aus dem großen Gebiet zwischen Bremen und Lehnin in Brandenburg.
      Als letzter Bau in der langen Reihe anspruchsvoller romanischer Backsteinkirchen zeigt sich hier in besonderem Maße das ausgereifte Vermögen, sämtliche Bauglieder in gebranntem Ton herzustellen. Der rote Ziegelbau erhält zudem durch schwarz glasierte Formsteine und die Kombination mit weiß verputzten Flächen und Blendnischen seine besondere Prägung. Das ehemals flach gedeckte Innere wird durch gotische Gewölbe geprägt, die in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts eingezogen wurden. Auch der Chor wird eingewölbt.
      Dank der Restaurierung von 1962 bis 1964, als das nördliche Seitenschiff auf den romanischen Grundmauern wiederaufgebaut worden ist, hat die Lorenzkirche ihren mittelalterlichen Charakter weitgehend wieder gewonnen.


      Ausstattung
      Abgesehen von der Bauplastik hat sich mittelalterlicher Schmuck nicht erhalten. Bemerkenswert ist jedoch das altertümlich wirkende Westportal. Im Innern sind heute mehrere spätgotische Figuren aus der 1797 abgebrochenen Nikolaikirche in Salzwedel aufgestellt. Die Ausstattung des 19. Jahrhunderts wurde bei der letzten Renovierung entfernt.
  • loupe

    Führungen

    • nach Voranmeldung
      Dauer: ca. 30 Minuten

      Ansprechpartner:
      Pfarrer Müller
      An der Marienkirche 5  
      29410 Salzwedel
      Tel.: ++49(0)03901-423357

Gebäude

Holzmarktstraße
29410 Salzwedel
Deutschland
+49 3901 423357

Organisation:

Holzmarktstraße
29410 Salzwedel
Deutschland
+49 3901 423357

Tourist Information:

Neuperverstr. 29
29410 Salzwedel
Deutschland
+49 3901 422438
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Sonntag:
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 Katholische Pfarrkirche St. Lorenz - Salzwedel

Katholische Pfarrkirche St. Lorenz - Salzwedel