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Neuigkeiten / Mittelalter / Über die Zeit
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Eine faszinierende Zeitenreise ins Mittelalter und die Anfänge Europas

 

Wir möchten Sie mitnehmen, auf die Routen der TRANSROMANICA an zentrale Orte der Europäischen Romanik und einer -mit ihr verbundenen- faszinierenden Epoche: dem Mittelalter.

 

Um das Jahr 1000 entwickelt sich zum ersten Mal im mittelalterlichen Abendland eine gemeinsame Sprache der Kunst, die ganz Europa verbindet: die Romanik. Künstler aus allen Teilen Europas lassen sich von der römischen und frühchristlichen Tradition inspirieren und geben den klassischen Regeln der Kunst durch die örtliche Tradition ein neues Gesicht.


Die Romanik ist daher die erste gemeinsame Sprache des alten Kontinents: eine sagenumwobene und faszinierende Sprache, deren Ausdrucksformen voller geografischer Eigenheiten und unterschiedlicher semantischer Einheiten das mittelalterliche Europa über 300 Jahre lang auszeichnen. Ein Europa, das gekennzeichnet ist durch die wachsende Akzeptanz der Kirche als moralische, aber auch soziale und ökonomische Instanz und von Städten.

 

Und wir wissen heute, dass die europäischen Gesellschaften des Mittelalters, insbesondere vom Zeitalter der Romanik an - trotz aller Fährnisse beim Reisen - überaus mobil gewesen sind. Abertausende waren auf den Wasser- und Landrouten unterwegs, mit Pferden über die Gebirge, mit Planwagen übers Land, mit Schiffen entlang der Küsten und über die Meere, auf Flössen die Flüsse abwärts, und die allermeisten zu Fuß.


Gerade das Reisen hat zur Verbreitung der Ideen und zur kulturellen Verschmelzung beigetragen, welche die Romanik entstehen ließ und sie geistig bereicherte. Dadurch konnten sich überall neuartige Zeugnisse außergewöhnlicher Ideen- und Schaffenskraft verbreiten. An vielen Orten Europas entstehen Klöster, Abteikirchen und Wallfahrtsorte für reisende Pilger in einer gefährlichen und schwierigen Welt. Die romanischen Kathedralen stehen im Mittelpunkt des städtischen Lebens, sie sind die „in Stein geschlagenen Bücher", die durch Fresken, Skulpturen und Gravierkunst zu den Armen und Gelehrten sprechen.

 

Gerade das Mittelalter ist eine zentrale Epoche für die Entwicklung der europäischen Kultur. So war die Erde schon damals für die Menschen rund, wie nahezu alle mittelalterlichen Darstellungen von Christus es verdeutlichen, die ihn mit einer Kugel als Symbol für die Welt in der Hand abbilden. Diese Anschauung vertraten auch prominente zeitgenössische Theologen wie Albertus Magnus und Thomas von Aquin. Als der Astronom Nikolaus Kopernikus die Erde schließlich viel später aus dem Zentrum rückt, beruft er sich dabei auf einen mittelalterlichen Forscher mit Namen Johannes de Sacrobosco. Gebildet war damals zwar nur eine sehr kleine, privilegierte Bevölkerungsschicht. Aber mit dem Aufstreben der Städte wanderten Wissenschaft und Lehre aus den Klöstern auch in die sogenannten Domschulen. Mit dem 12. Jahrhundert entstanden sogar die ersten europäischen Universitäten - damals noch mit Unterricht auf Plätzen, vor Kirchtürmen, in Kreuzgängen sowie auf offener Straße. Unsere Art zu Denken, das politische Konstrukt Europas, die Idee der Universität und des Forschens verdanken wir also ganz wesentlich dem Mittelalter.

 

Das erste im Mittelalter entstandene Europa weist also trotz der offensichtlichen Unterschiede von Menschen, Traditionen und Kulturen einende Werte auf, die den Ursprung des gegenwärtigen Europas verkörpern: Einheit in Vielfalt.


Romanik heißt verzauberte Welt, Allegorie und Regel, Macht und Phantasie, Verformung und Ordnung, Romanik heißt Mittelalter, Romanik heißt TRANSROMANICA! Besuchen Sie die Standorte der TRANSROMANICA und entdecken Sie unsere gemeine Vergangenheit.

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