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Neuigkeiten / Mittelalter / Persönlichkeiten
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Heilige, Herrscher, Künstler - Begegnungen mit historischen Persönlichkeiten

 

Begegnen Sie faszinierenden Persönlichkeiten des Mittelalters in den TRANSROMANICA-Regionen! Machen Sie Station auf den Spuren Ottos des Großen in Sachsen-Anhalt, und erleben Sie den Kaiserfrühling in Quedlinburg, dem Standort seiner traditionellen Osterpfalz. Besuchen Sie die Terri Matildici, vielleicht im Sommer zu den Mittelalterfestspielen der Settimana Matildica oder folgen Sie den Pilgerspuren entlang der Hemma-Routen in Kärnten und Slowenien!


Persönlichkeiten bringen uns die Geschichte näher - und das Mittelalter ist reich an Namen und Legenden!

Kennen Sie den sprichwörtlichen „Gang nach Canossa"? Die Wendung bezieht sich auf die mühsame Wanderung des Deutschen Königs Heinrich IV von Speyer zur Festung von Canossa in der italienischen Region Emilia-Romagna im Jahre 1077.
Papst Gregor VII, der befürchtete, dass Heinrichs Armee ihm seine Macht nehmen könnte, floh in das heutige Norditalien, um sich die Unterstützung der italienischen Städte zu sichern. Dort traf er Mathilde, Gräfin von Tuszien. Sie bot ihm Schutz vor den Truppen Heinrichs an und brachte ihn an einen sicheren Platz - die Burg von Canossa. Mathilde war die Tochter von Bonifazius III, welcher unter anderem Graf von Modena und Ferrara war.
Nach einer langen und mühsamen Wanderung über die Alpen, traf Heinrich vor den Toren der Burg von Canossa ein -und musste dort drei Tage warten, bevor er Einlass erhielt. Er kniete vor den Papst und bettelte um Vergebung, bis der Papst ihm endlich das Ende seiner Exkommunion signalisierte.

 

Ein Herrscher wahrlich europäischer Dimension ist Otto der Große (912-973). Otto I war die einflussreichste Persönlichkeit Mitteleuropas des gesamten 10. Jahrhunderts. Von 936 bis zum Jahre 961 weilte er in seiner Lieblingsstadt Magdeburg, die er seiner ersten Gemahlin Editha als Morgengabe zur Hochzeit geschenkt hatte. Unmittelbar nach seiner Thronbesteigung legte Otto Quedlinburg als Ort der Memoria für sein Herrschergeschlecht fest und machte es zum wichtigsten Ort der Ottonen in ihrem sächsischen Kernland.

Nach seinem ersten Italienfeldzug (951-952) und dem Tod Edithas, heiratete Otto Adelheid von Burgund. Er befahl den Bau einer Kathedrale in Magdeburg im selben Jahr, welcher später durch den noch heute erhaltenen gotischen Dom ersetzt wurde. Durch seinen zweiten Italien-Feldzug (961 - 965) wurde er zum ersten Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Das Herz des Kaisers wurde entsprechend der Tradition an dem Platz begraben, wo er starb - in Memleben.


Eine weitere herausragende Persönlichkeit dieser Zeit war Hemma von Gurk, welche auch heute noch in Kärnten als Heilige verehrt wird. Gezeichnet durch mehrere Schicksalsschläge, widmete Hemma ihr Leben im 11. Jahrhundert Gott. Sie verteilte ihr Erbe großzügig an die Armen und gründete mehrere religiöse Einrichtungen. In Gurk ließ sie eine Kirche zu Ehren der Jungfrau Maria bauen, als Dom von Gurk ist dieser später vergrößerte Bau noch heute zu besichtigen. Nach ihrem Tod im Jahre 1045 wurde sie in diesem Sakralbau beigesetzt.

Aber erst im 20. Jahrhundert erhielt Hemma die größten Ehren: die offizielle Heiligsprechung im Jahre 1938 und die Pilgerreise von Papst Johannes Paul II 1988, während der er eine Messe für 80.000 Pilger zelebrierte.

Heute können Pilger dem „Hemma-Pilgerweg" von Slowenien nach Kärnten folgen.