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Neuigkeiten / Mittelalter / Pilgern
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Die Nachfahren der Pilger

 

Auf der Spur des europäischen Gedankens - Reisen auf der Europäischen Kulturstraße TRANSROMANICA

 

Der Gedanke eines gemeinschaftlichen europäischen Bewusstseins ist älter als viele Menschen glauben. Bereits auf den Straßen des Mittelalters lassen sich erste Ansätze hierfür finden. Insbesondere vom Zeitalter der Romanik an war die Gesellschaft äußerst mobil. Viele Tausende reisten über Land- und Wasserrouten durch Europa. Zu den gängigsten Formen einer Reise gehörte die Pilgerfahrt. Während ihrer Wanderschaft nahmen die Pilger oft neue Anregungen auf, die sie später zuhause weiter verwendeten. Nicht selten veranlassten die Heimkehrer, dass Handwerker oder Baumeister ähnliche Werke herstellten bzw. sich vor Ort kundig machten. Solche Spuren eines weitergetragenen Erfahrungsschatzes bilden den Kern der Europäischen Kulturstraße TRANSROMANICA. Klöster, Kirchen und andere Bauten in den unterschiedlichen Regionen bieten Touristen einen Einblick in diesen ersten Europa nachhaltig prägenden architektonischen Stil und das geistige Wesen der romanischen Epoche.

 

Touristen auf der TRANSROMANICA folgen zwar keinem fest vorgegebenen Pfad, sie können sich aber trotzdem als legitime Nachfahren der mittelalterlichen Pilger fühlen. Der „Pilger" steht nämlich durch alle Zeiten hinweg als Metapher für den mobilen Menschen. Die Reisewege der TRANSROMANICA-Regionen führen von Sachsen-Anhalt und Thüringen über das österreichische Bundesland Kärnten in die italienischen Provinzen des Piemont, von Modena, Parma und Ferrara nach Slowenien und weiter bis nach Serbien; auch Regionen Nordspaniens und Frankreichs haben sich der TRANSROMANICA angeschlossen - über sämtliche Grenzen hinweg. Der romanische Stil in Kunst und Architektur verbindet die Gebiete seit Jahrhunderten auf europäischer Ebene.

 

Während der Pilger des Mittelalters vornehmlich den spirituellen Wert einer Reise schätzte, treiben den heutigen Touristen eher persönliche Neugier, Erholungsbedürfnis oder Bildungsdrang in die Ferne. Die Stationen auf der TRANSROMANICA verbinden den vergangenen sowie gegenwärtigen Anspruch, je nachdem, was der Reisende sucht: Die stille Einkehr in einer Stiftskirche in Kärnten, den imposanten Anblick der Kathedrale von Modena oder das feudale Ambiente des Schlosses Podsreda in Slowenien. Faszination, Glaube und Besinnung spiegeln sich an allen Orten wider. Wer ein paar Schritte auf einem echten Pilgerweg machen möchte, kann dies selbstverständlich ebenfalls im Rahmen der TRANSROMANICA-Route tun, unter anderem auf dem Hemmapilgerweg in Kärnten (www.hemmapilgerweg.com) oder in Italien auf der Via Francigena, die von Canterbury nach Rom führt.

 

Bei Angeboten wie „Kloster auf Zeit - zu Gast im Kloster" lässt sich Romanik- und Mittelaltererlebnis mit innerer Einkehr verbinden, z.B. im Dom zu Gurk, im Kloster Helfta oder auch im Kloster Drübeck. Und wer wirklich zu einem modernen Pilger werden möchte, dem seien die großen mittelalterlichen Pilgerrouten empfohlen - der Jakobsweg nach Santiago de Compostela kreuzt die TRANSROMANICA in Sachsen-Anhalt und Nordspanien.